10.02.2019 – Wellington


Nach einem kurzen Plausch mit unseren Nachbarn heute Morgen, sind wir zum Bahnhof gelaufen. Unsere Nachbarn waren ein älteres Ehepaar, sie aus England und er aus Schottland. Sie waren schon im Süden und reisen jetzt durch den Norden, dann haben wir uns etwas ausgetauscht und Tipps gegeben.

Gestern haben wir den Bus getestet, heute wollten wir mal Zug fahren 😃

Was uns bisher aufgefallen ist, ist dass hier sehr viele schöne alte Autos herumfahren. So wie das zum Beispiel

In der Stadt angekommen, sind wir direkt ins Museum gelaufen.

Am Bahnhof haben wir eine Statue von Gandhi entdeckt.

Das Museum liegt im Hafengebiet und der Weg dorthin bietet schöne Aussichten! An der Promenade war gut was los, ist halt auch Sonntag und schönstes Wetter.

Von diesem Hafen aus, setzen wir morgen über nach Picton, auf die Südinsel.

Das Glück war wieder mal auf unserer Seite, im Museum gab es eine Sonderausstellung zu den Terrakotta Kriegern aus China. China hat Wellington ein paar Figuren und andere Grabbeigaben aus dem Mausoleum von Qin Shihuangdis in Xi’an zur Verfügung gestellt. Und wir konnten sie anschauen 🤩

Von den 8.000 Kriegern die in dem Grab gefunden wurden, gibt es keine zwei Soldaten die gleich aussehen… 😳 Es wird geschätzt, dass 700.000 Menschen, ca. 40 Jahre lang gebraucht haben, um das Grab mit allem was drin ist zu bauen. Als der damalige Herrscher Qin Shihuangdis mit 13 Jahren den Thron bestieg, hat er gleich das Mausoleum in Auftrag gegeben. Angeblich war er von der Idee besessen unsterblich zu sein und wollte nicht sterben…

Die einzelnen Figuren waren nicht nur alle individuell gestaltet, sondern auch noch komplett bemalt.

Die ganzen Grabbeigaben waren, sind es heute auch noch in China, sehr wichtig für die Hinterbliebenen. Zum einen wird der Status der Familie gezeigt, zum anderen glauben sie daran dass die Verstorbenen im Jenseits die Götter zum Wohle der Familie besänftigen können. Alles was also die Verstorbenen für das Leben nach dem Tod benötigen, bekommen sie als Grabbeigabe. Vom Miniaturofen bis, wie man auf dem nächsten Bild sieht, eine Kutsche mit Pferden damit man reisen kann.

Im heutigen China hat sich das etwas gewandelt, dort werden die wichtigen Gegenstände inzwischen aus Papier gekauft. Das reicht dann von Zigaretten, Kleider, Essen, Geld, Fernseher, Handy bis hin zum Auto oder sogar Haus. Die Grabbeigaben aus Papier werden dann verbrannt, und so den Verstorbenen ins Jenseits geschickt.

Eine weitere Ausstellung die wir uns dort im Museum angeschaut haben, drehte sich um die Schlacht im ersten Weltkrieg im osmanischen Reich. Die Neuseeländer, die mit England gekämpft haben, haben wohl dort eine ziemliche Niederlage erlebt. Es muss schrecklich gewesen sein!

Die ausgestellten Figuren, die alles lebendiger gemacht haben, wurden von den Weta Caves hergestellt, wo wir gestern waren.

Einen kleinen Abstecher durch den Maori Teil haben wir auch gemacht, dort durfte man aber keine Bilder machen.

Das ist ein Leitspruch der Maori 🤓 👍🏻

Vom Museum sind wir durch die Stadt zur Cable Car Station gelaufen und hoch zum botanischen Garten gefahren.

Lichter im Tunnel

Und so schnell war unser letzter Tag in Wellington vorbei…

Morgen früh um 9 Uhr legt unsere Fähre nach Picton ab, von dort aus fahren wir in den Abel Tasman Nationalpark. Wir haben für dort zwei Nächte auf einem Campingplatz gebucht, jetzt müssen wir nur noch hoffen und Daumen drücken dass wir auch dort hinkommen. Auf dem Weg dorthin liegt Nelson, wo im Moment ein Großbrand wütet, Teile des Gebietes wurden schon evakuiert. Im Moment sind die Straßen noch frei, Busse fahren auch noch. Die Feuerwehr hat gemeldet dass heute ein guter Tag war und der Wind, zum Glück, nicht so stark war wie angekündigt, was sie besser gegen das Feuer kämpfen lies. Wir werden morgen, wenn wir von der Fähre fahren, nochmal die Lage checken und hoffen dass wir durchkommen. Auch für die Menschen dort natürlich, denn das würde bedeuten, dass das Feuer sich zumindest nicht weiter ausbreitet 🤞🏻

Das Feuer gilt als eines der schwersten in der Geschichte Neuseelands 🙁

Wenn es zu gefährlich ist oder die Straßen gesperrt wurden, dann werden wir Richtung Arthur’s Pass fahren.


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