17.03.2019 – Maui


Heute haben wir uns nichts Neues angeschaut. Wir waren erst in Pa’ia bummeln und sind dort den Strand abgelaufen.

Im Ozean gab es wieder sehr viele Meeresschildkröten zu sehen, kamen aber nicht an Land. Im Wasser sind sie fast nicht zu fotografieren, weil ständig das Licht anders bricht. Sieht aber irgendwie lustig aus wie sie durchs Wasser schwimmen und dann ab und zu ihre Köpfe aus dem Wasser strecken um zu atmen 😄 🐢

Pa’ia ist eine übelste Hippie Hochburg 😁 wir finden es sehr cool!

Nachdem wir genug herumgebummelt sind, sind wir wieder zu dem Aussichtspunkt von gestern gefahren, wo wir die Wale gesehen haben. Es waren wieder welche da, sogar deutlich mehr als gestern, allerdings waren sie deutlich weiter draußen. Sie haben wieder richtig gespielt und hatten sichtlich Spaß daran. Es ist unbeschreiblich schön, solche Tiere in ihrer natürlichen Umgebung zu sehen, vor allem sie in Freiheit zu sehen 😍 Wenn man sieht wie sie miteinander umgehen, kann man einfach nicht anders als sie wie Menschen zu sehen. Es macht für uns als Beobachter irgendwie keinen Unterschied ob man jetzt die Wale im Wasser beobachtet oder eine Familie auf dem Spielplatz, im Herzen fühlt es sich absolut gleich an.

Auf Maui gibt es auch die Graukardinäle, echt kleine süße Vögel. Sie sind nicht wirklich scheu, man kommt ziemlich nah an sie dran wenn man sich respektvoll und langsam nähert.

Morgen gehen wir an einen Ort, an dem es den Tieren wieder gut geht, aber die leider nicht das Glück hatten mit Spaß in Freiheit zu leben. Wir werden morgen zu einem Gnadenhof gehen. Der Gnadenhof hat Tiere aus nicht artgerechter Haltung gerettet. Unter anderem Ziegen, Katzen, Esel, Kühe und und und. Wir werden morgen von jedem einzelnen Tier die Geschichte hören. Es wird sicher nicht leicht die schlimmen Geschichte zu hören, die die Tiere durchmachen mussten, aber jetzt geht es ihnen immerhin wieder gut.

Auf unserer Reise haben wir so viel über unsere Erde gelernt, selbst wenn wir nur einen kleinen Teil bereist haben, und auch die Veränderungen gesehen, die gerade überall vor sich gehen. Wie unglaublich wunderschön unsere Welt noch ist, auch wenn sie zum Teil schon hoffnungslos zerstört wurde. Wie viele beindruckende Tiere noch existieren und durch ihre pure Anwesenheit Menschen verzaubern können. Von Wasserknappheit und Nutzungseinschränkungen davon, Waldbrände, Dürren, Überschwemmungen… Was es bedeutet für Menschen und Tiere, wenn das Gleichgewicht aus dem Ruder läuft. Und auf der anderen Seite wie wenig es manche Menschen interessiert und wie wenig sie dafür tun, dass das Gleichgewicht gewahrt wird, sobald es ihren eigenen Komfortbereich beeinflussen würde. Irgendwie macht es einem auch Angst die Extremen in den verschiedenen Teilen der Welt zu sehen. Wir in Deutschland sind zum Teil noch richtig weit weg und daher verwundert es auch nicht unbedingt, dass wir nicht so den Drang haben etwas für die Umwelt zu tun. Was wir machen ist sicherlich schon die richtige Richtung, aber mit dem was zum Teil schon kaputt ist und welche Auswirkungen es jetzt schon gibt, reicht das bei weitem nicht! Auch bei den vielen zufälligen Gesprächen mit den Menschen aus den Ländern, die einem erzählen, dass es Jahr für Jahr schlimmer wird. Die Einbußen und Beschränkungen die sie in Kauf nehmen müssen und Konsequenzen die sie zu ertragen haben, sind zum Teil wirklich sehr beängstigend. Wie lange wird es wohl dauern, bis auch wir in Europa und Deutschland solche heftigen Schicksale teilen werden? Was wird es für zum Beispiel unsere Patenkinder Lukas, Anna und Philipp für ihre Zukunft bedeuten? Sie werden, hoffentlich, deutlich länger leben als wir… Wie sehr werden sich die Konsequenzen unseres Lebensstils und der daraus resultierenden Erderwärmung noch dynamisieren? Mein Papa hat schon früher gesagt, als ich noch Kind war, dass ich erleben werde wie die Menschen auf der ganzen Welt um Wasser kämpfen werden. Er hatte recht, genau das haben wir auf der Reise gesehen. Vielleicht noch in abgeschwächter Form, weil der Nachbar seinen Rasen bewässert obwohl er diese Woche gar nicht darf, weil es Wasserrestriktionen gibt. Aber es fängt schon in den entwickelten Ländern an und in anderen Teilen der Erde gibt es sicherlich Streit oder Kämpfe, wo es ums Überleben geht und nicht darum ob der Rasen grün oder braun ist.

Diese wunderbaren Begegnungen mit der Natur und den Tieren die wir erleben durften, haben uns wirklich sehr tief berührt und viel zum Nachdenken gebracht! Wir wollen dass zum Beispiel auch noch unsere Patenkinder diese Schönheit erleben können und eine lebenswerte Zukunft haben, ohne Existenzängste haben zu müssen. Wenn wir wieder zurück zu Hause sind, werden wir nochmal einige Bereiche unseres Lebensstils überdenken und schauen, was wir dafür tun können, dass ihre Zukunft lebenswert und unbeschwert wird. Das schließt auch unsere Reisen mit ein… Damit auch sie die Wunder der Natur und der Tiere erleben können! Wir haben das Privileg auf der einen Seite die Schönheit noch erleben zu können und, was viel wichtiger ist, wir haben das Privileg die Zukunft noch zu richten. Alles was wir jetzt tun hat Konsequenzen für „unsere“ Kinder. Seien es gute oder schlechte Taten. Unser Taten haben Auswirkungen auf ihre Zukunft.

Die negativen Veränderungen und die Zerstörungen wie sie jetzt schon auf der Erde zu sehen sind, tun schon sehr weh. Weil wir gesehen haben, wie unfassbar schön unser blauer Planet ist! Wie sehr muss es wehtun in 20 oder 30 Jahren zurückzublicken und zu denken, man hätte damals noch etwas verbessern können und hat es vielleicht aus Bequemlichkeit nicht getan?


2 Kommentare

  1. Hallo Melly und Benni,
    gerade das Schlusswort hat es in sich…
    Da der 17.03 ein Sonntag war, habe ich es mir mal als „Das Wort zum Sonntag“ eingeprägt 🙂 Wobei diese Sendereihe ja eigentlich Samstags ausgestrahlt wird. Egal, Eure Erkenntnisse basieren nicht auf einem einzigen Tag. Hut ab!

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