13.01.2019 – Chiang Mai


Früh, früh, früh sind wir heute Morgen aufgestanden, um 5:30 Uhr, um den Doi (Berg) Inthanon zu sehen.

Der Ausflug zu dem Berg hat sich wirklich gelohnt, wir haben wieder viel Neues gelernt und viele schön Eindrücke gesammelt.

Auf dem Weg nach oben, gab es den Sirithan Wasserfall zu sehen. Von einer Holzplattform in den Bäumen aus, konnte man ihn sehen.

Sirithan Wasserfall

Dann wurde der Gipfel gestürmt 😁

Der Berg hieß früher mal anders. Der letzte König des Lana Reiches, König Inthanon, mochte den Berg so gerne, dass er seine Tochter bat ihn dort oben auf dem Gipfel zu beerdigen. Was sie später auch gemacht hat, um den König die Ehre zu erweisen wurde der Berg dann zu seinem Namen umbenannt.

Der Chedi, bei uns ist das mit einem Grabstein zu vergleichen, steht dort heute noch. Das ist tatsächlich auch der höchste Ort in ganz Thailand, nämlich 2.565 Meter hoch.

Grab König Inthanon

Auf dem Gipfel gibt es auch ein Schild, das eben sagt dass das der höchste Punkt Thailands ist. Unser Guide meinte, die Thailänder sind nich gerade bekannt für ihre Ingenieursleistungen. Als man das Schild nach oben gebracht hatte, hat man festgestellt, dass das Geld dafür schon aufgebraucht war. Dann kam noch die Schwierigkeit dazu, dass ein bisschen weiter oben bei dem Grab nicht wirklich eine geeignete Stelle war, wo man es hätte ohne weiteres hinstellen können. Also hat man sich, pragmatisch wie die Thailand sind, einfach dazu entschieden das Ding weiter unten aufzustellen 😂

DER Spruch in Thailand, den man hier oft hört ist „same, same but different“, das passt da auch ganz gut.

Höchster Punkt in Thailand, der es eigentlich gar nicht ist

Da oben war es übrigens so angenehm, die Luft war richtig frisch und klar und es hatte gerade mal noch ca. 16°C.

Dann ging es wieder bergab und zur eigentlichen Hauptsehenswürdigkeit. Die Pagoden und der Blumengarten sind dem ehemaligen König und der ehemaligen Königin gewidmet. Der lilafarbene ist der ehemaligen Königin gewidmet und der goldene dem ehemaligen König. Die Farben der Pagoden sind abhängig vom Wochentag der Geburt. Lila steht zum Beispiel für den Samstag.

Pagoda der ehemaligen Königin
Pagoda des ehemaligen Königs
Blumengarten

Wieder auf dem Weg nach unten, haben wir einen Stopp auf dem Markt des Royal Project eingelegt.

Vor ca. 100 Jahren ist ein großer Teil der Menschen aus Myanmar nach Thailand geflüchtet, weil dort ein Krieg war. Die Menschen wollten nicht in dem Krieg kämpfen und waren daher gezwungen zu fliehen, um nicht vom Militär entführt, erpresst oder getötet zu werden.

In Thailand angekommen, haben sie sich illegal in dem Berg ein neues Zuhause gesucht und gefunden. Da sie alle aber illegale Einwanderer waren, durften sie nicht in Thailand arbeiten. Um doch irgendwie zu Geld zu kommen, haben sie angefangen die Tiere zu töten und zu verkaufen. Darunter zum Beispiel Tiger, Elefanten und Bären. Zudem haben sie den Berg gerodet um dort Opium anzubauen und zu verkaufen.

Nach einer Weile, als aber leider schon 80% des Ökosystems verschwunden waren, sind die Thailänder darauf aufmerksam geworden.

Daraufhin wurde das Royal Project ins Leben gerufen. Die Regierung hat den Menschen dort das Land zur Verfügung gestellt, unter der Prämisse dass sie dort Landwirtschaft betreiben.

Da Landwirtschaft nicht gerade die gleichen Margen hat wie der Handel mit den Tieren oder Opium, musste die Regierung nach verhandeln. So gab es die Vereinbarung, wenn die Menschen damals für drei bis vier Jahre in dem Projekt gearbeitet haben, dass sie dann die Thailändische Staatsbürgerschaft bekommen haben und somit legal arbeiten konnten und auch hingehen konnten wo sie wollten.

Heute leben immer noch viele der Nachfahren dort und betreiben Landwirtschaft. Sie haben dadurch viele Vorteile, solange sie in dem Projekt sind bekommen sie Unterstützung vom Staat, müssen keine Steuern bezahlen und bekommen auch Hilfe mit Strom und Wasser.

Wir haben uns Macadamianüsse und Cashewkerne mit genommen und dann noch Mandarinen und Physalis.

Das Dorf wo das Bergvolk wohnt, war jetzt nicht so interessant. Aber es gab dort so viele Hundewelpen die rumgelaufen sind.

Am Dorfrand konnte man eines der Reisfelder sehen, allerdings war vor kurzem erst Ernte.

Am Fuße des Berges konnten wir uns dann nochmal einen Wasserfall anschauen, den Wachiratham Wasserfall.

Wachiratham Wasserfall

Und dann war der Tag auch schon wieder zu Ende. Um uns noch ein bisschen die Beine zu vertreten, sind wir einmal um die Altstadt gelaufen. Das gibt ein schönes Viereck mit ca. 6 Kilometern 😃

Morgen müssen wir schon anfangen zu packen, weil es am Dienstag Morgen wieder zurück nach Bangkok geht.

Mal sehen was wir morgen sonst noch machen werden, wir haben uns noch nichts überlegt.


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