12.9.2017 – Belfast


Heute Morgen haben wir es ganz ruhig angehen lassen und uns erst einmal Frühstück gemacht.

  • Yummie!

 

Raus aus der idyllischen Natur und rein in die Stadt, heute wollten wir uns Belfast anschauen. Der Weg in die Stadt machte nicht gerade einen pittoresken Eindruck, aber war ja auch nur der Weg dahin…

Angefangen haben wir mit dem Belfast Castle, was uns jetzt nicht so überzeugt hat. Außer natürlich die Katzen Geschichte 😀

  • Belfast Castle

 

Danach wollten wir uns mit der Geschichte der Stadt auseinander setzen und sind zur Peace Wall und Falls Road gepilgert.

  • Bezahlbare Wohnungen zu finden ist ein großes Problem in Irland als auch Nordirland

Es war einfach nur schrecklich anzusehen, die Motive auf den Häuserwänden, alles war kaputt, nichts hat auch nur annähernd so etwas wie Versöhnung oder Vergebung ausgestrahlt. Die „Peace-Wall“ ist 8m hoch und auch heute noch benötigt. Irgendwie hatten wir den Eindruck, dass man nicht von Belfasts Vergangenheit sprechen kann, weil es sich immer noch sehr präsent anfühlt…  Die ganze Stadt fühlt sich abweisend an, überall sind Zäune und Stacheldraht. Die Menschen, zumindest dort in dem Viertel, scheinen gezeichnet, wie kann so etwas auch an einem spurlos vorbei gehen…

Es war so ein schrecklicher Kontrast von dem grünen Idyll auf dem Land in diese triste und kaputte Stadt mit all den Zäunen und dem Stacheldraht, dass es uns so bedrückt hat und schier die Luft zum Atmen genommen hat.

Irgendwie scheinen die Menschen hier den Blick für das Schöne verloren zu haben und dass Friede mehr als nur ein Slogan auf einer Wand ist.

Eigentlich hatten wir uns ein AirBnB dort ausgesucht, wir haben uns die Gegend der Wohnung angeschaut und der Eindruck der Stadt wurde nur noch schlechter. Das Viertel war ebenfalls total heruntergekommen, um die Ecke stand ein Motorrad  an dem alles geklaut war was weg kann und dann wurde es anscheinend einfach angezündet.

Wir wollten dennoch aufgeschlossen bleiben und sind zu der Hauptattraktion in Belfast gefahren, dem Titanic Museum wo sie gebaut wurde. Irgendwie hat das auf uns wie eine Farce gewirkt, es wird Kommerz gemacht mit einer Tragödie die so viele Menschenleben zerstört hat. Man konnte Bilder machen als Reisender der Titanic, abgelichtet wurde man dann mit alten Koffern. Man konnte so viele Mitbringsel kaufen die irgendetwas mit Marine zu hatten, so zum Beispiel einen süßen Teddy der als Kapitän angezogen war und wir kennen ja den Vorgang wie es zu dem Unfall kam…

  • Titanic Museum in Belfast

Für uns war der Punkt gekommen um die Zelte abzubrechen und zu gehen, wir hatten keine Lust mehr auf Belfast.

Kurzerhand haben wir das AirBnB storniert und sind einfach mal losgefahren, weg von der Stadt.

Gelandet sind wir dann in Newgrange, was eine super Entscheidung war! Es war so interessant, es ist ein ca. 6.000 Jahre altes jungsteinzeitliches Hügelgrab.

  • Auf dem Weg zum Hügelgrab

 

Wir hatten das starke Bedürfnis unseren, nennen wir es mal, Naturspeicher wieder aufzufüllen, also haben wir uns nach einem Hotel in der Pampa umgeschaut. Als hätte es so sein sollen, haben wir ein Golf-Hotel am absoluten Ende der Welt gefunden. Das verrückte war, dass die Unterkunft extrem preisreduziert war. Wir haben reserviert und sind dann erst mal wieder ins Grüne gefahren. Dass wir für den Preis ein ganzes Cottage bekommen würden, damit haben wir überhaupt nicht gerechnet 😀

  • Zugang zum Cottage Dörfchen

 

Und auf besonderen Wunsch hin, haben wir noch das Grün und die Schafe fotografiert 😉

  • #NoFilter

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.